Berlin · 08. Juli 2026
Der Tag im ersten Licht
DasMorgenlicht
Politik · Ausland · Inland · Wirtschaft · Panorama
Porträt · Geldanlage · NRW · 28. Juni 2026Lesezeit 5 Min
Ein Sparer, der nachgerechnet hat

Wie Hans (68) aufhörte, jeden Monat Geld zu verlieren — ohne ein einziges Risiko einzugehen.

42.000 Euro lagen jahrelang auf einem Sparkassen-Konto zu 0,4 %. Bei einer Inflation von 2,3 % verlor Hans real rund 800 € Kaufkraft — Jahr für Jahr. Bis er den Kontoauszug einmal genauer las.

Von der Wirtschaftsredaktion·Leser-Porträt, Name geändert·Stand Juni 2026
Symbolfoto: Rentner am Küchentisch mit Kontoauszug — anonymisiertes Leser-Porträt.
Symbolfoto · Name geändert, Person anonymisiert

Der Brief, der ihn stutzig machte

Es war die jährliche Zinsabrechnung seiner Hausbank, die Hans im Februar aus dem Umschlag zog. Eine Zeile, eine Zahl: 168 € Zinsertrag für ein ganzes Jahr — auf ein Guthaben, das ihm einmal wie ein Polster vorgekommen war. „Ich dachte, das kann so nicht stimmen“, sagt er heute. Es stimmte doch. 0,4 % mal 42.000 € ergibt nun einmal 168.

Am selben Abend rechnete er nach, wie viel die Preise im gleichen Zeitraum gestiegen waren. Das Statistische Bundesamt nannte für 2024 einen Wert von rund 2,3 %. Aus einem gefühlten Plus wurde nüchtern ein Minus von rund 800 € Kaufkraft — pro Jahr, still, nirgends im Konto­auszug ausgewiesen.

Was der Berater nicht sagte

Wenige Tage später saß Hans bei seinem langjährigen Berater in der Filiale. Auf die Frage nach besseren Konditionen bekam er ein Blatt Papier mit einem hausinternen Festgeldangebot: 1,8 % für zwei Jahre — verfügbar, aber offenbar nicht standardmäßig empfohlen. „Er sagte, das sei das Beste, was er anbieten könne.“ Was er nicht sagte: dass EU-Direktbanken zum selben Zeitpunkt für dieselbe Laufzeit über 3 % zahlten.

Der Wechsel an einem Nachmittag

Hans’ Bedingungen waren nüchtern: keine Aktien, keine Kryptowährungen, keine Fonds, die er nicht versteht. Nur ein Produkt mit fester Laufzeit, garantiertem Zinssatz und gesetzlicher Einlagensicherung — dem gleichen Schutz, den auch sein Sparbuch hatte.

Über das Vergleichs­portal festgeld22.com fand er ein 36-Monats-Festgeld einer französischen Partnerbank zu 3,9 %, mit deutscher Einlagensicherung über eine Vermittler-Konstruktion. Die Kontoeröffnung dauerte gut eine Stunde, das Video-Ident-Verfahren zehn Minuten. Am Ende des Nachmittags war das Geld überwiesen.

Heute schläft er besser

Statt 168 € Zinsen pro Jahr erwartet Hans auf sein Festgeld nun rund 1.638 €. Nach drei Jahren, so seine Rechnung, werden aus den ursprünglichen 42.000 € etwa 47.109 € — genug, um die Inflation der gleichen Periode auszugleichen und noch einen realen Zuwachs zu behalten.

„Was mich am meisten geärgert hat, war nicht das Geld“, sagt er. „Es war das Gefühl, jahrelang etwas verpasst zu haben, worüber niemand gesprochen hat.“

Rechnen Sie Hans’ Fall selbst nach

Der Rechner ist mit Hans’ Ausgangswerten vorbelegt: 42.000 €, drei Jahre Laufzeit, 3,9 % Top-Zins gegen 0,4 % Hausbank. Sie können jede Zahl anpassen.

Interaktiver Rechner

Was bringt Festgeld wirklich?

Vergleichen Sie ein typisches Top-Festgeldangebot mit dem Zinssatz Ihrer Hausbank. Alle Werte sind illustrativ; bitte aktuelle Konditionen beim jeweiligen Anbieter prüfen.

42.000 €
3 Jahre
3,90 %
0,40 %
2,30 %
Endkapital Top-Festgeld
47.108,14 €
Real nach Inflation: 44.001,66 €
Endkapital Hausbank
42.506,02 €
Real nach Inflation: 39.703,02 €
Differenz nach Laufzeit
+ 4.602,12 €
Über 3 Jahre hinweg

Berechnung mit jährlicher Zinsgutschrift (Zinseszins), vor Abzug von Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleiben Zinserträge steuerfrei, sofern ein Freistellungsauftrag erteilt wurde.

Was Hans’ Fall für Sie bedeutet

  • Der Zinsbrief lohnt sich. Ein Blick auf die tatsächliche Zinszahl im Jahres­abschluss zeigt oft in einer Zeile, was ein Beratungs­gespräch in einer Stunde nicht offenlegt.
  • Inflation wirkt lautlos. Selbst wer nominal Zinsen erhält, kann real Kaufkraft verlieren — sichtbar wird das erst, wenn man beides gegenrechnet.
  • Sicher ist nicht gleich niedrig verzinst. EU-Festgeld mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde ist nicht risikoreicher als ein Sparbuch bei der Hausbank.
  • Ein Nachmittag reicht. Kontoeröffnung, Video-Ident und Überweisung sind heute meist in weniger als zwei Stunden erledigt — auch ohne technische Vorkenntnisse.

Weiterlesen: Der stille Vermögensverlust der deutschen Sparer — die vollständige Recherche →

Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält Verweise auf den externen Kooperations­partner festgeld22.com. Bei dort vermittelten Abschlüssen kann Das Morgenlicht eine Provision erhalten. Auf Auswahl und Inhalt der redaktionellen Recherche hat dies keinen Einfluss.

Zum Porträt: „Hans“ ist ein anonymisiertes Leser-Porträt. Name, Wohnort und Detail­angaben wurden zum Schutz der Privatsphäre verändert; die geschilderten Rechen­beispiele beruhen auf öffentlich vergleichbaren Markt­konditionen. Das Foto ist ein Symbolbild.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Zinssätze und Konditionen ändern sich täglich; verbindliche Auskünfte erhalten Sie nur direkt beim jeweiligen Anbieter.